Erdflöhe – So bekämpfen Sie die Schädlinge

Sie sind zerfressen, aber weder von Raupen noch von Schnecken. Und doch finden sich kleine Löcher in den Blätter vom Rucola-Salat oder den anderen Kohlsorten. Es sind die kleinen, unscheinbaren Erdflöhe, die sich bevorzugt an Kreuzblütlern gütig tun. Nicht einmal Borretsch oder Beinwell entkommen diesen gefräßigen Tierchen. Keine Angst, alle Gemüse- und Kräutersorten sind noch für den Verzehr geeignet. Sie sehen halt nur nicht mehr schön aus. Mit einigen kleinen Tricks ist den Erdflöhen jedoch bei zu kommen.

Mit wem haben wir es zu tun?

Natürlich sind Erdflöhe keine echten Flöhe. Das einzige, was sie mit den wahren Flöhen verbindet, ist ihre Sprungkraft. Sie gehören den Blattkäfern an und weisen eine Größe von zwei bis drei Millimeter auf. Sie sind dunkelbraun bis schwarz und können auch gelbgestreift sein.

Spätestens im April oder aber bereits bei Temperatur über 5°C taucht der Erdfloh auf. Im Mai kommt es dann zu Eiablage. Diese werden in die Erde abgelegt, wo sich die Larven entwickeln. Sie bevorzugen warmes, trockenes Wetter. Einige Arten der Erdflöhe fressen nicht nur die Blätter, sondern auch Wurzeln und Keimlinge der Pflanzen. Bei guter Wetterlage können zwei Gelege das Licht der Welt erblicken und eine weitere im August in der Erde abgelegt werden. Die Larven überwintern in der Erde.

So hält man die Erdflöhe in Schach

Gerne werden Mischkulturen unterschiedlichster Zusammensetzung empfohlen. Doch die Ergebnisse sind nicht überzeugend. Da die Erdflöhe eine Abneigung gegen Feuchtigkeit haben, empfiehlt sich eine andere Strategie. Wichtig ist, so oft wie möglich zwischen den Pflanzen zu hacken. Auf diese Weise bleibt der Boden locker, luftig und kann bestens gegossen werden. Auf diese Weise wird den Erdflöhen das Umfeld zu entsprechenden Pflanze im wahrsten Sinne des Wortes vermiest. Doch ist diese Weise, sich den Erdflöhen zu stellen, sehr arbeitsintensiv.

Wer die Möglichkeit hat, sollte daher mulchen! In diesem Fall eignen sich sehr gut die Rhabarberblätter, Brennessel und Holunderschnitt. Ebenso kann mit Algenkalk oder Gesteinsmehl bestäubt werden. Auch dies mögen die Erdflöhe nicht. Als altes Hausmittel steht das Roggenmehl zur Verfügung. Auch dies wird aufgestäubt.

Ist der Befall jedoch so groß, dass keine dieser Maßnahmen greift, sollte in dem Jahr auf die Pflanzung der betroffenen Pflanzen verzichtet werden. Wird den Erdflöhen die Nahrungsgrundlage entzogen, sind sie nicht in der Lage, sich fort zu pflanzen. Im nächsten Jahr steht dieses Beet dann auch wieder zur Verfügung. Und Vorsorge ist besser: Das Mulchen und Feuchthalten des Bodens sollte von Beginn an durchgeführt werden!